Gebetsanliegen von Papst Franziskus im Monat Februar 2017: Um Trost für die Notleidenden: Dass alle, die in Bedrängnis sind, besonders die Armen, Flüchtlinge und Ausgegrenzten, in unseren Gemeinden willkommen sind und Trost finden.

SONNTAGSEVANGELIUM

19.02.2017: 7. Sonntag im Jahreskreis


ES SEI BESONDERS AUF DAS AUSMALBILD FÜR KINDER AM ENDE DIESER SEITE HINGEWIESEN.
charismatismus.wordpress.com
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In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: 

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.

Ich aber sage euch:

Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel.

Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm.

Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.

Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.

Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen,  damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

 

Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner?

Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden?

Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.

Auslegung

 

Für Kinder:

 

„Wehr dich doch!“ so höre ich auf dem Spielplatz die Eltern ihre Kinder ermutigen, wenn sie von einem anderen Kind angegriffen werden. Von klein auf lernen wir,  uns bei einem Angriff zu verteidigen und „Gleiches mit Gleichem zu vergelten“.

Jesus greift dieses Verhalten am Ende seiner Bergpredigt auf und fordert seine Jünger auf, das Böse nicht mit Bösem zu vergelten. Er weitet das Liebesgebot  sogar bis auf die Feindesliebe aus. Was treibt Jesus an, von seinen Jüngern dies so abwegig klingende und überfordernde  Handeln einzufordern?

Jesus ist so angefüllt von der Liebe Gottes und es drängt ihn, dieses Reich der Liebe Gottes spürbar werden zu lassen. Doch dann muss sich manches Verhalten, das die Menschen so gewohnt sind, ändern. Dies sagt er in seiner Bergpredigt ganz deutlich. Sie ist also eine Einladung zu einem besseren Leben und zur Entfaltung des Guten. 

Die Kraft anders und als Söhne und Töchter Gottes zu leben bekommen wir aus Gott. Wir müssen deshalb zu ihm eine lebendige Beziehung haben und pflegen. Dann gelingt es vielleicht mit der Weite des liebenden Herzens Gottes Gutes zu tun und zu sehen, wie Gott auch „seine Sonne aufgehen lässt über Bösen und Guten und es regnen lässt über Gerechten und Ungerechten“.  Gott ist treu und er hält fest an seinem Bund zu uns Menschen, den er als Bogen in den Himmel gesetzt hat.

 

(Martin Bartsch, Pastoralreferent und Regionalreferent für Ehepastoral)

 

 

Für Erwachsene:

 

Vollkommenheit kann man nicht aktiv aus eigenem Antrieb erreichen. Wenn Jesus gemeint hätte, die Menschen sollten sich mal richtig Mühe geben, wäre er lediglich ein Moralapostel gewesen. Nicht aber Gottes Sohn.

Wie aber lässt sich diese Liste von Anweisungen als Gottes Wort verstehen? Gott offenbart sich ja als reine, vorbehaltlose Liebe, die jedem Menschen in jeder Situation geschenkt ist. Diese Liebe vermag alle Angst des Menschen um sich zu entmachten. Wer die vorbehaltlose Liebe Gottes gern an sich heran lässt und sie mit der ganzen Person in Anspruch nimmt, wer also weiß, bei Gott schon längst alles zu haben, was wirklich wichtig ist, der verändert sich. Vielleicht vom Erbsenzähler zum Gönner. Oder vom Oberlehrer zum Menschenfreund. Oder vom Racheengel zum Segensengel.

Zu theoretisch? Wenn uns ein lieber Mensch versehentlich auf den Fuß tritt, hauen wir ihm nicht direkt eine runter. Gegenseitige Liebe lässt auch Schmerzen ertragen und großzügig darüber hinwegsehen. Wie müsste dann der von Gott unüberbietbar Geliebte handeln?

Es geht wieder einmal nicht ums Sollen, sondern ums Können. Die Vollkommenheit des Vaters im Himmel wirkt sich genau darin aus, dass auch seine Kinder vollkommen sind. Das ist unsere Berufung.

 

(Diakon Dr. Andreas Bell)

 

 

Quelle: http://www.bibelbild.de/

Impuls zum Evangelium

 

 

Haß kann den Haß nicht vertreiben

 

 

Martin Luther King

 

Die größte Schwäche der Gewalt liegt darin, daß sie gerade das erzeugt, was sie vernichten will. Statt das Böse zu ver­ringern, vermehrt sie es.

Durch Gewalt kann man den Lügner ermorden; aber man kann weder die Lüge ermorden noch die Wahrheit aufrichten. Durch Gewalt kann man den Hasser ermorden, aber man tötet den Haß nicht.

Gewalt verstärkt nur den Haß. Das ist der Lauf der Dinge. Gewalt mit Gewalt zu vergelten, vermehrt die Gewalt und macht eine Nacht, die schon sternenlos ist, noch dunkler. Dunkelheit kann die Dunkelheit nicht vertreiben; das kann nur das Licht. Haß kann den Haß nicht vertreiben; das kann nur die Liebe.

Ausmalbild zum Evangelium

A_07.So.pdf
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Quelle: http://www.bibelbild.de/


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